LUGAS Limit erhöhen – Tipps, Tricks und wichtige Fragen

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LUGAS sorgt bei vielen Spielern für Fragen – besonders dann, wenn das monatliche Einzahlungslimit erreicht ist. Grundsätzlich gilt bei legalen Online-Glücksspielanbietern in Deutschland ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat.
Das bedeutet: Die 1.000 Euro gelten nicht für jeden Wettanbieter einzeln. Deine Einzahlungen bei allen an LUGAS angeschlossenen Anbietern werden zusammengerechnet.
Allerdings lässt sich das LUGAS-Limit unter bestimmten Voraussetzungen auf mehr als 1.000 Euro erhöhen. Dafür musst du deine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen und darfst kein auffälliges Spielverhalten zeigen.
Wir erklären, wie eine Limiterhöhung funktioniert, welche Nachweise verlangt werden können und welche Obergrenzen gelten.
Möglichkeit 1: LUGAS-Limit beim Wettanbieter erhöhen
Der reguläre Weg führt über einen legalen Wettanbieter mit deutscher Lizenz. Bei einigen Anbietern findest du die Limiteinstellungen direkt in deinem Kundenkonto. Ist dort keine Erhöhung möglich, kannst du dich an den Kundenservice wenden.
Wichtig: Der Wettanbieter kann dein Limit nicht beliebig erhöhen. Für ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von mehr als 1.000 Euro müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Dazu gehören vor allem:
- eine ausreichende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
- kein auffälliges oder suchtgefährdetes Spielverhalten
- eine entsprechende Prüfung durch den Wettanbieter
Bei Spielern mit erhöhtem Einzahlungslimit müssen Anbieter außerdem ein besonderes Monitoring des Spielverhaltens durchführen.
Eine Limiterhöhung wird zudem nicht sofort wirksam. Nach einer Erhöhung gilt eine gesetzliche Schutzfrist von sieben Tagen. Senkst du dein Limit dagegen, gilt die Änderung sofort.
Möglichkeit 2: Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen
Möchtest du dein LUGAS-Limit auf mehr als 1.000 Euro erhöhen, muss der Anbieter prüfen, ob das gewünschte Limit zu deiner finanziellen Situation passt.
Welche Nachweise dafür verlangt werden, kann sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.
Die GGL nennt beispielsweise:
- Einkommensnachweise
- Einkommensteuerbescheide
- Kontoauszüge
- weitere geeignete Nachweise über Einkommen und Vermögen
Eine einfache Selbstauskunft nach dem Motto „Ich verdiene genug“ reicht nicht aus.
Was ist mit SCHUFA-G?
In der Vergangenheit wurde zur Erhöhung des LUGAS-Limits häufig eine SCHUFA-G-Auskunft beziehungsweise eine Bonitätsauskunft verwendet.
Wichtig ist dabei: Eine SCHUFA-Auskunft ist nicht dasselbe wie ein Kontoblick. Du gewährst der SCHUFA bei einer normalen Bonitätsauskunft nicht automatisch Zugriff auf deine laufenden Kontobewegungen.
Die bisher eingesetzten Bonitätsauskünfte sind inzwischen jedoch umstritten. Auch die GGL weist darauf hin, dass rechtlich diskutiert wird, ob eine solche Bonitätsprüfung tatsächlich geeignet ist, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Spielers ausreichend nachzuweisen.
Deshalb können Anbieter zusätzliche Unterlagen wie Kontoauszüge, Gehaltsabrechnungen oder Steuerbescheide verlangen.
Für Spieler bedeutet das: Es gibt derzeit kein einheitliches Verfahren, mit dem sich das LUGAS-Limit bei jedem Anbieter erhöhen lässt.
Wie hoch kann das LUGAS-Limit erhöht werden?
Das normale anbieterübergreifende Einzahlungslimit liegt bei maximal 1.000 Euro pro Monat. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Wettanbieter ein höheres Limit festlegen.
Dabei gelten aktuell folgende Grenzen:
| LUGAS-Limit | Voraussetzungen |
| Bis 1.000 € monatlich | reguläres anbieterübergreifendes Limit |
| Über 1.000 € bis 10.000 € | Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und des Spielverhaltens |
| Über 10.000 € bis 30.000 € | zusätzliche Voraussetzungen und nur für einen kleinen Teil der Spieler eines Anbieters |
Ein Einzahlungslimit von mehr als 10.000 bis maximal 30.000 Euro darf nur für höchstens 1 Prozent der aktiven Spieler eines Anbieters eingerichtet werden. Zusätzlich gelten hierfür strengere Anforderungen.
Möglichkeit 3: Wettanbieter ohne LUGAS
Eine weitere Möglichkeit sind Sportwettenanbieter ohne LUGAS. Dabei muss jedoch klar unterschieden werden: Du erhöhst dein LUGAS-Limit dadurch nicht. Ein Anbieter ohne LUGAS ist schlicht nicht an die deutsche Limitdatei angeschlossen.
Wettanbieter, die Online-Sportwetten in Deutschland mit deutscher Erlaubnis anbieten, müssen die entsprechenden Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags einhalten. Dazu gehört auch die Teilnahme an den vorgeschriebenen Kontrollsystemen.
Ein Wettanbieter ohne LUGAS besitzt daher in der Regel keine deutsche Erlaubnis für sein Angebot. Solche internationalen Anbieter können andere Einzahlungslimits, Wettmärkte oder Zahlungsmethoden anbieten. Gleichzeitig gelten dort aber nicht die deutschen Spielerschutzvorgaben. Ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt ist, lässt sich über die offizielle Whitelist der GGL überprüfen.
Ein Anbieter ohne LUGAS ist deshalb keine Methode zur Erhöhung des bestehenden LUGAS-Limits, sondern ein Glücksspielangebot außerhalb des deutschen Regulierungssystems.
Fragen und Antworten rund um die Erhöhung des LUGAS-Limits
Ist es möglich, das LUGAS-Limit unmittelbar zu erhöhen?
Nein, eine sofortige Erhöhung des LUGAS-Limits ist nicht möglich. Nach Antragstellung tritt die Erhöhung frühestens nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Wartezeit von sieben Tagen in Kraft.
Wie lange dauert es, bis eine beantragte Erhöhung des LUGAS-Limits wirksam wird?
Die eigentliche Limiterhöhung wird frühestens sieben Tage nach der Änderung wirksam. Diese Frist beginnt mit dem Tag der Antragstellung und endet nach sieben Tagen um Mitternacht.
Wo kann ich die Erhöhung des LUGAS-Limits beantragen?
Der Antrag auf Limiterhöhung erfolgt direkt über das Kundenkonto bei einem in Deutschland lizenzierten Glücksspielanbieter. Dort findest du im Bereich „Mein Spielerschutz & Limits“ die entsprechende Option.
Gibt es eine maximale Obergrenze für das LUGAS-Limit?
Ja, das maximale LUGAS-Limit beträgt 10.000 € pro Monat. Unter zusätzlichen Voraussetzungen sind Limits von mehr als 10.000 Euro bis maximal 30.000 Euro monatlich möglich. Diese besonders hohen Limits dürfen allerdings nur für höchstens 1 Prozent der aktiven Spieler eines Anbieters vergeben werden.
Welche Unterlagen oder Nachweise werden für die Limit-Erhöhung benötigt?
Das hängt vom jeweiligen Anbieter und vom gewünschten Limit ab. Mögliche Nachweise sind beispielsweise: Gehalts- oder Einkommensnachweise Einkommensteuerbescheide Kontoauszüge sonstige Unterlagen zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
Eine reine Selbstauskunft reicht für eine Limiterhöhung über 1.000 Euro nicht aus.
Zusätzlich prüft der Anbieter das Spielverhalten. Liegen Hinweise auf problematisches oder suchtgefährdetes Spielverhalten vor, darf eine Erhöhung nicht einfach aufgrund eines ausreichend hohen Einkommens erfolgen.
Kann ich mein LUGAS-Limit selbst einsehen?
Eine zentrale LUGAS-Webseite, auf der sich Spieler anmelden und ihr Limit jederzeit selbst abrufen können, gibt es derzeit nicht.
In der Regel kennst du dein Limit aus der Festlegung beim Wettanbieter. Bei Problemen solltest du dich zunächst an den jeweiligen Anbieter wenden.
In bestimmten Ausnahmefällen kann auch die GGL Auskunft über den persönlichen LUGAS-Datensatz geben. Dafür müssen entsprechende Angaben zur Identifikation übermittelt werden.
Wird das LUGAS-Limit jeden Monat zurückgesetzt?
Das Einzahlungslimit bezieht sich auf einen Kalendermonat. Entscheidend ist dabei die Summe der erfassten Einzahlungen innerhalb dieses Monats.
Das bedeutet jedoch nicht, dass dein persönlich festgelegter Höchstbetrag jeden Monat neu eingerichtet werden muss. Das hinterlegte monatliche Limit bleibt bestehen, bis es geändert wird.
